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Ansprechpartner

Leitung
Werner Baller

Stellvertretung
Hans Bühler

Manfred Jung

 

Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum

Foto: DRK Fellbach

Der DRK-Ortsverein Fellbach (Landesverband Baden-Württemberg e.V., Kreisverband Rems-Murr e.V.) ist seit 1960 selbst im DRK- Fernmeldedienst tätig und hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Fachbereich des Roten Kreuzes in einem Funk- und Fernmeldemuseum darzustellen. Die Einführung und Weiterentwicklung des Sprechfunks für den Krankentransport und Rettungsdienst bilden hierbei einen Schwerpunkt der Ausstellung.

Unser Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft deutscher Rotkreuzmuseen und somit ein anerkanntes Rotkreuzmuseum.



Entstehung des Museums

Foto: DRK Fellbach

Seit über 25 Jahren sammeln Hans Bühler und Werner Baller vom DRK Ortsverein Fellbach Funksprechgeräte, Funkmeldeempfänger und Fernmeldegeräte, die beim Roten Kreuz im Einsatz waren. Von den ersten Geräten aus den 50-ziger Jahren bis hin zu den noch heute verwendeten Funksprechgeräten und Funkmeldeempfängern konnte mittlerweile eine große Sammlung zusammengetragen werden. Es handelt sich hierbei um Fernmeldegeräte, die auch bei den anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW usw. Verwendung fanden.

Die Idee zu einem solchen Museum entstand nach der Ausstellung der vorhandenen Fernmeldegerätesammlung im großen Rathaussaal der Stadt Fellbach, anlässlich des 75-jährigen Bestehens des DRK-Ortsvereins Fellbach im Jahr 2000. Dort konnte erstmals die nahezu vollständige Gerätereihe der Funkanlagen von 1952 bis heute gezeigt werden. Die Präsentation stieß insbesondere beim fach- und sachkundigen Publikum auf reges Interesse und große Anerkennung.



Ausstellung

Foto: DRK Fellbach

Das Rotkreuz Funk- und Fernmeldemuseum Fellbach gliedert sich in zwei Ausstellungsräume und einem großen Eingangsbereich. Im ersten Ausstellungsraum werden die verschiedenen Gerätetypen und deren technischen Entwicklung vom Röhrenfunksprechgerät über die Transistorentechnik bis hin zu den Geräten mit integrierten Schaltkreisen chronologisch dargestellt.

Darunter befinden sich die ersten röhrenbestückten Funksprechgeräte der Sicherheitsbehörden, wie zum Beispiel das Tornisterfunksprechgerät FuG 1 (1952) oder das UKW-Handsprechfunkgerät FuG 6 (1955). Auf Informationstafeln wird über die Einführung des Sprechfunks für den Unfallrettungsdienst und Krankentransport beim Roten Kreuz im Jahr 1957 und dessen weitere Entwicklung informiert.

Im zweiten Ausstellungsraum befinden sich Gerätereihen von tragbaren Funksprechgeräten und Fahrzeugfunkanlagen. Teile der ehemaligen Rettungs- und Feuerwehrleitstelle Rems-Murr mit Dokumentationsanlage, Schreibtelefon und Fernschreiber sind ebenso aufgebaut, wie die Nachbildung der Funkanlage für den DRK-Krankentransport im Kreis Waiblingen um 1960.

Weitere Schwerpunkte sind die Funk-Relaisstellentechnik und die Funkalarmierung, die praktisch demonstriert werden können. Die Gerätschaften der DRK- eigenen Fernmeldezüge mit den dazugehörigen Fernsprechvermittlungen und Material zum Feldkabelbau können ebenso besichtigt werden, wie die erste Hausnotrufzentrale mit dazugehörenden Notrufgeräten des DRK Kreisverbandes Rems-Murr e.V.

An 14 Schautafeln im Eingangsbereich ist eine Chronologie über der Entwicklung des UKW-Sprechfunks der Sicherheitsbehörden von 1940 bis 2000 anhand von Bildern und Schriften zu sehen. Funkantennen für Feststationen und Relaisfunkstellen runden das Bild ab



Restauration von Fernmeldegeräten

Die ausgestellten Funk- und Fernmeldegeräte waren in der Regel viele Jahre lang im Einsatz und dadurch für eine Ausstellung in einem unansehnlichen Zustand. Sie wurden von uns in jahrelanger Arbeit restauriert und wenn möglich, ihre Betriebsbereitschaft wieder hergestellt.



Archiv

Viele namhafte Hersteller von BOS- Funksprechgeräten und Zubehör existieren heute nicht mehr oder haben diesen Betriebszweig eingestellt. Deshalb gestaltet es sich schwierig, an Beschreibungen, Handbücher, Schaltunterlagen und ehemaliges Prospektmaterial heranzukommen. Seit wir Fernmeldegeräte sammeln, haben wir einen Schwerpunkt auf dieses Schriftmaterial gelegt und verfügen heute über ein umfangreiches Schriftarchiv in unserem Museum.

Gerade im Hinblick auf die bevorstehende Einführung des Digitalen Sprechfunks für die Sicherheitsbehörden dürfte unser Museum, mit seinen rund 700 Einzelgeräten einschließlich Zubehörteilen, davon alleine 300 Funksprechgeräte, eine Dokumentation über die dann "alte analoge Funktechnik" beim Roten Kreuz und den anderen BOS- Diensten darstellen.